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Praxis

Ich möchte Sie hier sehr herzlich begrüßen, und mich schon einmal im Voraus für Ihr Interesse bedanken.
Ich arbeite seit 22 Jahren als Physiotherapeut.
Im Halter Institut habe ich von 1995-2000 das von Ludwig Halter erarbeitete Therapiekonzept kennengelernt. Leider steht diese Einrichtung in Bad Wildbad nicht mehr zur Verfügung.
Deshalb wechselte ich von März 2000 bis September 2008 in das Institut für Krankengymnastik-Roland Mayer, da dieses Therapiekonzept dort ebenfalls erfolgreich angewendet wird.
Seit September 2008 sind wir in Laboe und wollen in unserer neuen Praxis, im Oberdorf 9, das bestmögliche tun um Ihren Bedürfnissen entgegen zu kommen.

Lassen Sie mich nun zu Beginn einen kleinen Umweg machen.
"Solange Seele und Leib beisammen sind, gebietet die Natur dem letzteren zu dienen und zu gehorchen, der ersteren aber zu befehlen und zu herrschen."
Mit diesem Credo hat vielleicht der Philosoph Platon damit begonnen ein ganzheitliches Menschenbild, bestehend aus Psyche und Soma auseinander zu dividieren. Denn seither könnte die Geschichte des Körpers in seiner psychosomatischen Einheit als Geschichte einer gestörten Balance erzählt werden.
Mal versinkt die Geisteskraft im Körperkult ( Bild 1 u. Bild 2), mal erheben sich Seele und Geist weit über die Bedürfnisse des Leibes (Bild 3).
Die Dominanz des Geistes über den Körper hat sich alle mal auf das engste mit den Begriffen "Zivilisation" und "Rationalität" verzahnt.
Erst in diesem Jahrhundert hat die breite Masse eigentlich die Gelegenheit neben der Sicherung des nackten Lebens ihren Leib zu pflegen, und dies tut sie mit Hingabe, namentlich z.B. mit Aerobic, Wagging, Callanatics, Scating, Biking, Aquajogging u.s.w. Das Angebot in der Produktpalette der Fitnesbranche ist so groß wie nie, der Körperkult boomt, und dennoch scheinen sich aus orthopädischer-/physiotherapeutischer Sicht die Anzeichen für eine gewisse "Zivilisationsmüdigkeit" zu mehren:
Haltungsfehler, strukturelle Überlastungen am Bewegungsapparat, Muskeldysballancen, Gelenkinstabilitäten, degenerative Gelenkerkrankungen an den Extremitäten und an der Wirbelsäule treten häufiger und immer mehr bei jüngeren Menschen auf, eben auch bei jenen, die vorgegebener Maßen fitness versprechenden Freizeitaktivitäten nachgehen, oder auch nicht.
Anzeichen für gesellschaftliche Stereotype zeichnen sich im allgemeinen aber auch im Speziellen Fall immer deutlicher ab.
Der Einzelfall wird immer mehr von volkswirtschaftlichen Sachzwängen abhängig.
Der Geist wird dem Körper zum zivilisatorischem Wohle übergeordnet, denn erst diese Wertigkeit gilt als entscheidende Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Fortschritt in Technik und Wissenschaft.
Ich will keinen Vortrag über die Kulturgeschichte des Körpers halten, sondern im Ansatz die Korrellation zwischen gesellschaftlichen Stereotypen und individueller Gesundheit aufzeigen. Die näheren Fakten zur Äthiologie oder nähere epidemiologische Daten zu degenerativen WS-Erkrankungen müssten an anderer Stelle besprochen werden.
Ich will zeigen, das Physiotherapie ein Instrumentarium zur Applikation gezielter physikalischer Reize ist, und mit einer bestimmten Art zu denken, zu beobachten und zu agieren einen sehr erfolgreichen Beitrag bei der Behandlung von Patienten mit Funktionsstörungen am Bewegungsapparat leistet.
Die Verbindung aus ärztlichem und physiotherapeutischen Befund ermöglicht ein sehr genaues Erkennen von muskulären Dysballancen und damit einhergehenden Störungen in der funktionellen Einheit.
In der Praxis hat es sich hier in Deutschland durchgesetzt, das auf einen ärztlichen Eingriff bzw. eine ärztliche Untersuchung gegebenenfalls eine unterstützende physiotherapeutische Behandlung verordnet wird.
Ich wage zu behaupten :
Je besser eine interdisziplinäre Absprache zwischen allen Fachbereichen ist, um so genauer kann eine zeitliche Abfolge von Behandlungsmaßnamen bestimmt werden, und um so feiner kann die Reizdosierung erfolgen.
Ich möchte an dieser Stelle das Beispiel eines chiropraktischen Eingriffs anführen, der ohne eine unterstützende, sprich stabilisierende Maßnahme, einen gewissen dekompensierenden Nebeneffekt hervorrufen könnte. Dem zu begegnen und ein optimales Remodeling aller beteiligten Strukturen zu gewährleisten wurden im Bereich der Physiotherapie zahlreiche neuromuskuläre Behandlungskonzepte entwickelt, die jedes für sich einen befundabhängigen und individuellen Zugang zum Patienten ermöglicht.
In Kombination mit thermischen, elektrischen, hydrotherapeutischen Reizen aber auch Massagen und funktionellen Weichteilbehandlungen, sowie natürlich der Einsatz von speziellen Hilfsmitteln- das Schlingengerät sei hier in den Vordergrund gehoben - hat sich die Physiotherapie eine Handlungskompetenz angeeignet, mit der sie in der Lage sein sollte ärztliche Behandlungsmethoden zu optimieren.
Mit der Entwicklung des Schlingengerätes durch den maßgeblichen Einfluß von Ludwig Halter in Bad Wildbad, hat sich eine Behandlungsmethode etabliert, die für die Behandlung von Patienten mit Funktionsstörungen am Bewegungsapparat besonders erwähnenswert ist.
Das
Schlingengerät wurde in den 50 er Jahren ursprünglich für die Therapie von Patienten mit Poliomyelitis eingesetzt. Bis heute haben sich seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten weitläufig herumgesprochen, und zumindest im Bad Wildbader Therapiekonzept ist es nicht mehr wegzudenken.
Deshalb werde ich jetzt von der Theorie abweichen, und zur Praxis kommen, denn Praxis ist häufig anschaulicher, wie auch Ludwig Halter in seinem Dialog mit sich selbst festhält, in dem er schrieb:
"Sag Freund was nennst Du Theorie?"
"Wenn´s klappen soll, und klappt doch nie."
"Und was ist Praxis?"
"Frag nicht dumm! Wenn´s klappt, doch keiner weiß warum."
Lassen Sie mich zum Schluss noch eines festhalten:
Eine sorgfältig durchgeführte physiotherapeutische Behandlung, die einen Zusammenschluss aus passiven physikalischen Reizen, und speziellen Muskelaktivitäten beinhalten, und mit der Anleitung eines individuellen häuslichen Übungsprogramms vervollkommnet sein sollte, bedarf eines gewissen Behandlungszeitraumes, der auf Grund volkswirtschaftlicher Sachzwänge leider auf ein oftmals unzureichendes Minimum beschränkt wird.
Ich habe im HALTER-INSTITUT noch in einer so genannten "Sonder-Ganz-Behandlung" die Möglichkeiten einer 1-stündigen Behandlung genossen, und die Behandlungszeit zum ganzheitlichen Nutzen des Patienten einsetzen können.

Letztlich ist die Praxis Physiovoss immer ein Ansprechpartner wenn es darum geht, die Entwicklung von Geist und Körper mit wissenschaftlich unterlegter Methodik und zum bestmöglichen Wohl des Patienten im Gesundheitssysthem zu unterstützen.

In diesem Sinne freue ich mich auf Ihr Vertrauen.

Sebastian Voß



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